Imprägniermittel Polyesterharz (UP-Harz)

Niederspannungswicklungen mit Voltatex® 4030

Dieses Tränkharz bietet aufgrund seines Flie verhaltens gute Voraussetzungen für eine optimale Harzaufnahme bei Runddrahtwicklungen. So besitzt das Harz ein gutes Eindringvermögen, hat aber nur geringe Abtropfverluste. Durch einen sehr kurzen und effektiven VPI-Prozess wird die Durchtränkung sichergestellt.

Traktionswicklungen mit Voltatex® 4202

Das emissionsarme Tränkharz der Wärmeklasse 200 ist umweltschonend und in Bezug auf Elastizität und Widerstandsfähigkeit zukunftsweisend. Auf Grund der höheren Viskosität muss das Tränkharz auf 40°C vorgewärmt werden. Dieser etwas höhere Aufwand während des Vakuum-Druck- Prozesses rechtfertigt sich aber gerade bei Fahrmotoren, die u.a. im Unterflurbetrieb sämtlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind.

Windkraftgeneratoren mit Damisol® 3340

Große Windkraftgeneratoren mit einem Durchmesser von bis zu 5 Metern werden mit diesem Polyesterimidharz imprägniert. Mit einer mittleren Viskosität bietet dieses Tränkharz ein einfaches Handling und ein gutes Verhältnis von Harzauftrag und Durchtränkung.

Hochspannungswicklungen mit Damisol® 3309

Dieses Polyesterimidharz ist Teil des Isolationssystem Samicabond® der Fa. VonRoll und entspricht der Wärmeklasse H. Sowohl die Lagerung als auch die Imprägnierung kann bei Raumtemperatur erfolgen. Um die Fließeigenschaften des Imprägniermittels weiter zu verbessern, werden die Wicklungen vorgewärmt. So können auch stärkere Isolationshülsen sicher durchtränkt werden.

Aufgrund der relativ einfachen Verarbeitung ist dieses Imprägniermittel sehr gefragt. Trotz der etwas schlechteren elektrischen Eigenschaften gegenüber dem Epoxidharz-System, werden alle elektrischen Kennwerte der hierfür geltenden Normen erfüllt. Mit diesem Tränkmittel sind Bemessungsspannungen bis 15 kV sicher zu beherrschen.

Technische Parameter des Imprägniermitteleinsatzes

Imprägniermittel / VPI-Anlage Behältermaße (Grundfläche) Füllhöhe des Imprägniermittels
Voltatex® 4030 0,8 m × 1,4 m 0,7 m
Voltatex® 4202 1,0 m × 1,1 m 0,9 m
Damisol® 3340 Ø 5,0 m ca. 1,5 m
Damisol® 3309 Ø 4,3 m
(Ringe 3,9 m)
ca. 2,5 m (max.
3,3 m)
Epoxidharz EPR 162 ca. 2,7 m × 4,2 m ca. 2,4 m

Strom-UV-Imprägnierung

Die Strom-UV-Imprägnierung ist ein innovatives Tauchverfahren für Niederspannungs-Runddraht-Wicklungen. Bei diesem Verfahren wird eine niedrige Gleichspannung an die Wicklung angelegt und durch Stromfluss sehr effektiv die benötigte Prozesswärme erzeugt. Beim Tauchen der angewärmten Wicklung wird das Imprägniermittel dünnflüssig und kann dadurch in kleinste Hohlräume eindringen. Bei fortwährender Erwärmung geliert das Imprägnierharz an den heißen Leitern der Wicklung, wobei das Harz nach dem Tauchen am kühleren Blechpaket wieder abfließen kann.

Im Vergleich zur Vakuumimprägnierung wird ein höherer Füllgrad erreicht. Das Strom-UV-Imprägnierverfahren kann gerade bei großen Stückzahlen den kompletten Vakuumprozess inklusive Ofentrocknung ersetzen. Der Strom-UV-Prozess wird bis zur Aushärtung des Tränkmittels automatisch gesteuert.

Die Wicklung wird mittels Strom aufgeheizt und getrocknet. UV-Lampen härten das lichtempfindliche Harz am Blechpaket aus.

Durch den Wegfall der konventionellen Ofentrocknung wird Energie und Zeit gespart. Zusammen mit der Verwendung eines emissionsarmen Imprägniermittels fällt die Umweltbilanz sehr positiv aus.

technische Parameter

  • Durchmesser der Tränkobjekte max. 900 mm
  • Tauchtiefe (Höhe Imprägniermittel) max. 1.000 mm
  • Tragfähigkeit der Beladestation 1 × 500 kg zzgl. 2 × 100 kg
  • Anlagenleistung (pro Station) 100 kW (max. 100 V / 1.000 A)